Willkommen in der Machbarschaft für soziale Innovation!

Bei jeder Herausforderung frage ich mich: Wer aus dem Ashoka-netzwerk könnte hier jemanden kennen? Dann funktioniert die Machinerie. Der Gedanke von Machbarschaft wird hier täglich umgesetzt. (Judy Korn, Ashoka Fellow)

Es hat kaum zehn Jahre gedauert, um in Deutschland aus einem unbekannten Begriff – Social Entrepreneurship – zuerst eine Nische, dann einen Trend zu machen. Die meisten Social Entrepreneurs sind freilich noch nicht am Ziel, sondern noch auf dem Weg. Aber aus den Erfahrungen der mittlerweile über sechzig Ashoka Fellows in Deutschland lässt sich ein Prinzip erkennen, das ein Motto für die nächste Phase der Entwicklung von Social Entrepreneurship werden könnte: "It takes a village to raise a child". Es braucht ein Dorf, wir nennen es die Machbarschaft, um sozialen Innovationen zum Durchbruch zu verhelfen. Statt einzelner Förderer brauchen soziale Innovationen ein ganzes Ökosystem, um erfolgreich zu wachsen.

Egal, wie erfolgreich die Organisation eines Social Entrepreneurs wird, kaum eine wird es schaffen, "ihr" gesellschaftliches Problem direkt und allein zu lösen. Deswegen arbeiten wir in der Machbarschaft gemeinsam daran, die Hürden für soziale Problemlöser abzubauen. Zum Beispiel haben wir 2013 mit Unterstützung vieler Partner die FASE, Finanzierungsagentur für Social Entrepreneurship, gegründet. Bislang konnten 14 Wachstumsfinanzierungen mit einem Volumen von insgesamt 5 Millionen Euro ermöglicht werden (Stand: Mai 2016). Um die Durchlässigkeit von Wirtschaft und Sozialsektor für Fachkräfte und motivierte Unternehmer zu verbessern, haben wir 2012 die Personalvermittlungsagentur “Talents4Good” ins Leben gerufen und 2016 ein Pilotprojekt gestartet, um Spitzenkräfte für den sozialen Sektor zu gewinnen. Mehr über Hürden für soziale Problemlöser und Ansätze zu deren Überwindung erfahren Sie hier.

Es gibt zahlreiche Rollen, die auf motivierte Menschen warten. Hier eine Auswahl mit Beispielen. Wir freuen uns auf Ihr Engagement!

Ashoka Fellow | Ashoka Fellows sind führende Social Entrepreneurs, die wir nach einem aufwändigen Auswahlprozess in das Netzwerk aufnehmen. Für: Gründerpersönlichkeiten mit innovativen Ansätzen zur Lösung gesellschaftlicher Probleme

Mitglied im Ashoka Support Network | Die Mitglieder des Ashoka Support Network sind die persönlichen Unterstützer von Ashoka. Sie engagieren sich finanziell, mit Expertise und Erfahrungen. Für: engagierte, unternehmerisch mitdenkende Persönlichkeiten. Ein Beispiel: Isabel Bonacker. Heute Mitglied des Verwaltungsrates von BABOR Cosmetics war sie viele Jahre als Mitarbeiterin engagiert, bevor sie Mitglied im ASN wurde. Sie hält Vorträge, arbeitet mit Fellows sowie dem Team und wirbt für Ashoka in ihren Netzwerken. >> mehr erfahren

Mitunternehmer/in | arbeiten voll oder auf Zeit in Führungsrollen bei Ashoka (etwa als Entrepreneur in Residence) oder bei Fellow-Organisationen (etwa als Mitgeschäftsführer, Miteigentümer oder Nachfolger). Für: Menschen, die für sich das nächste "große Ding drehen" wollen. Ein Beispiel: Björn Strüwer. Der ehemalige Banker hat mit Ashoka die Finanzierungsagentur für Social Entrepreneurship und das internationale ASN Angel Network aufgebaut, bevor er "Roots of Impact" startete.

Coach | Social Entrepreneurs brauchen viel Rat aus vielen unterschiedlichen Ecken. Coaches bringen sich projektweise oder in einzelnen Begleitungsprozessen ehrenamtlich ein - als Teil des Ashoka Coaching Netzwerks. Für: erfahrende Unternehmer und Manager, die sich projektartig und ehrenamtlich engagieren möchten. Ein Beispiel: Natasha Walker. Die Moderatorin und Veranstaltungsexpertin hilft Ashoka und vielen Fellows dabei, Menschen zu begeistern und zu gemeinsamen Ergebnissen zu führen.

Nominator/in | Die interessantesten Innovationen finden wir oft an den unwahrscheinlichsten Orten und in Feldern, die uns selbst neu sind. Wir brauchen Nominatoren, die Freude daran haben, großartige Ideen mit unternehmerisch denkenden Menschen dahinter zu finden. Für: Fachexperten und Netzwerker mit wenig Zeit. Ein Beispiel: Michael Alberg-Seberich. Der Mitgeschäftsführer von Active Philanthropy nominiert jedes Jahr Innovatoren, die ihm national und international begegnen. Vom Austausch mit ihm und anderen Experten lernen wir viel.

Meinungsführer/in | Social Entrepreneurs brauchen Öffentlichkeit, um ihre Lösungen zu verbreiten. Wir arbeiten mit Journalisten (s. auch das Storyteller in Residence (StiR)-Stipendium), Konferenzmachern und anderen Kreativen, um die richtigen Menschen zueinander zu bringen. Für: Menschen, die in ihren Netzwerken von Lösungen erzählen wollen. Ein Beispiel: Steffi Czerny. Die Chefin der DLD-Konferenz bringt immer wieder Ashoka Fellows in den Dialog mit den Unternehmerköpfen der digitalen Zukunft zusammen.

Mitarbeiter/in | Wir sind offen für unternehmerisch denkende, kollegiale und kreative Menschen, die bei Ashoka Karriere machen möchten. Aktuellle Vakanzen finden Sie hier.


 

This article was originally published on 30 Januar 2017
Related TopicsSocial Entrepreneurship

More For You