Social Entrepreneurs finden und begleiten (Venture and Fellowship)

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Warum unsere Welt Social Entrepreneurs braucht

Social Entrepreneurs sind Pioniere für von Bürgern entwickelte und umgesetzte soziale Innovationen. Sie machen sich zuständig und werden unternehmerisch aktiv, anstatt von anderen die Lösung ihrer Probleme zu fordern. Dadurch sind sie Vorbilder für viele und motivieren gleichzeitig, selbst aktiv zu werden: Gerade in unserer heutigen Zeit, durch neue Kommunikationswege und ein globaisiertes Miteinander, kann jede*r der Ausgangspunkt für große Veränderungen zum Wohle aller sein.  

Seit mehr als 35 Jahren sind wir in diesem Feld aktiv und haben das größte globale Netzwerk herausragender Social Entrepreneurs aufbauen können. Im Mittelpunkt dessen: Unsere Ashoka Fellows. Von und mir ihnen lernen wir viel über entstehende Trends und Muster gesellschaftlicher Veränderung. Diese Einblicke erlauben uns, unsere Arbeit und Investitionen immer wieder in besonders vielversprechende Richtungen zu lenken.

 

“Ashoka ist anders als jede Organisation, mit der ich bisher gearbeitet habe. Und das ist etwas Gutes! Vergessen Sie Hirarchien und Entscheidungs-Bäume. Vergessen Sie Widersprüche und "das haben wir doch noch nie so gemacht"-Zweifler. Ich habe niemals mit einer engagierteren Truppe von Menschen gearbeitet, deren Antwort erst einmal ein "klar, warum nicht?" ist, deren Einstellung "ja, schaffen wir!" ruft und  die nicht müde werden, gemeinsam mit uns oft etwas verrückten Vorreiter*innen an einer Welt zu arbeiten, die heute erst in unserer Vorstellung existiert. Wird das manchmal chaotisch? Ja. Ist es bereichernd und inspirierend? Immer!"
– Eric Dawson, Founder of Peace First. Ashoka Fellow since 2007

So wählen wir Ashoka Fellows aus (Ashoka Venture)

Ashoka sucht weltweit Social Entrepreneurs und nimmt diese als Ashoka Fellows im Rahmen eines internationalen Auswahlprozesses in das Netzwerk auf. Wir konzentrieren uns dabei auf Social Entrepreneurs mit nachgewiesen wirksamen Ideen mit dem Potenzial, ein gesellschaftliches Problem möglichst umfassend zu lösen. Denn diese haben nicht nur die größte Wirkung auf den Bereich der Gesellschaft, in dem sie aktiv sind. Sie sind auch wichtige Multiplikatoren und können viele weitere Menschen für Engagement gewinnen. 

Die Atmosphäre bei unseren Auswahlgesprächen ist offen und interessiert. Wir sehen die Treffen als Arbeitsprozess, der für Kandidat*innen Mehrwert haben und dabei helfen soll - unabhängig von ihrer Auswahl - ihre Ansätze weiterzuentwickeln. Wir achten und wertschätzen das Engagement aller Teilnehmer, sollten sie als Fellows aufgenommen werden oder nicht. Unser Erfolg beruht darin, eine sich gegenseitig unterstützende Fellowship aufzubauen, deren Mitglieder sich vertrauen und als gleichberechtigt wahrnehmen.

 

Die Stufen des Auswahlprozesses sind:

  1. Nominierung: Bei der Auswahl der Ashoka Fellows vertraut Ashoka seit 35 Jahren auf einen mehrstufigen, internationalen und standardisierten Auswahlprozess. Ashoka nimmt zwar kontinuierlich Nominierungen an, jedoch können nicht alle Nominierungen sofort bearbeitet werden - was unter anderem am Jahreszyklus der Auswahl liegt, der je Land unterschiedlich ist. 
  2. First Opinion: Das lokale Ashoka Team prüft Nominierungen entlang der Auswahlkriterien (siehe unten).Wir nehmen dann Kontakt zu denjenigen Kandidat*innen auf, bei denen wir eine enge Übereinstimmung mit unseren Auswahlkriterien sehen. Gespräche mit dem Team, Umfeldanalysen, Vorort-Besuche und Referenz-Checks schließen sich an.
  3. Second Opinion: Kommt das lokale Team zu dem SChluss, jemanden als Fellow empfehlen zu wollen, schließt sich diese Stufe an: Ein*e erfahrene*r Ashoka-Repräesentat*in von einem anderen Kontinent führt ein ausführliches Auswahlgespräch, das "Second Opinion Interview". Für uns ist dieser Schritt ein wichtiges Qualitätsmerkmal im Auswahlprozess: Nur so können wir globale Vergleichbarkeit sicherstellen und Unabhängigkeit in der Auswahl, da das lokale Team nicht über eine Auswahl entscheiden kann.
  4. Panel: Nach positivem Second Opinion Interview werden die Kandidat*innen eingeladen, am darauf folgenden Tag ihre Arbeit und Motivation in Einzelinterviews einem Gremium aus drei Experten und Social Entrepreneurs vorzustellen. 
  5. Board Review: Sollten auch die Experten zustimmen, wird der/die Kandidat*in dem internationalen Board von Ashoka vorgeschlagen, das die Aufnahme in die Fellowship besiegelt. 

"In 2008, I became an Ashoka Fellow. I was thrilled by this opportunity to meet amazing people, go to fantastic places, and learn about innovative and new ideas. But what I could never have known then and am only beginning to grasp now . . . is the amount of growth I would experience as a person, leader, and changemaker. Ashoka’s commitment to and belief in me and the power I—one person—can bring to the world, has been truly transformative and life changing. I am not at all surprised that Girls on the Run has grown significantly over the last four years . . . and that our growth has been in parallel with the confidence I have found using words like ‘change the world,’ ‘transformation,’ and ‘taking positive risks.’ This is the language of Ashoka . . . and the world in which I now joyfully find myself living everyday." 
– Molly Barker, Girls on the Run, USA. Ashoka Fellow since 2008

Venture and Fellowship

Die fünf Auswahlkriterien für die Ashoka Fellowship

 

In der Suche nach und Auswahl von Ashoka Fellows leiten uns fünf weltweit einheitliche Kriterien:

  1. Neue Idee | Hat der/die Kandidat*in einen neuen und wirksamen Weg gefunden, ein gesellschaftliches Problem möglichst grundlegend zu lösen und zu einem neuen gesellschaftlichen Status Quo zu führen ("system-changing new idea")? Hebt sich dieser Ansatz im Vergleich zu bisherigen Lösungsversuchen deutlich hervor? Hat er/sie diese soziale Innovation mindestens in einem Pilotvorhaben bereits erfolgreich umgesetzt?
  2. Kreativität | Erfolgreiche Social Entrepreneurs sind kreativ sowohl in Bezug auf ihre gesellschaftliche Vision als auch in Bezug auf tägliches Problemlösen - erst die Kombination ermöglicht ihnen, aus Visionen auch Realität werden zu lassen. Wir schauen uns an: Hat die Person die nötige Kreativität, um Hindernisse zu überwinden, Ressourcen zu mobilisieren und die Zielgruppe(n) zu erreichen? 
  3. Unternehmerische Umsetzung | Hat die Person den Unternehmergeist und die Leidenschaft, um die Idee großflächig umzusetzen und sich ihr Vollzeit zu widmen? Weiß er/sie, in welchen Schritten er/sie vorgehen und welche Partner er/sie gewinnen muss, um die angestrebte gesellschaftliche Veränderung zu erreichen? 
  4. Gesellschaftliche Wirkung | Ist dieser Ansatz skalierbar? Hat er das Potenzial, ein drängendes gesellschaftliches Problem grundlegend zu lösen und mind. national positive Wirkung zu entfalten? 
  5. Integrität | Ist die Person integer und ohne verdeckte oder ideologische Agenda? Erfolgreiche Social Entrepreneurs sind immer auch Vermittler*innen zwischen den Welten - Zielgruppen, gesellschaftlichen Bereichen, etc. Fehlende Vertrauenswürdigkeit wäre für die gesellschaftliche  Mission, aber auch für das Miteinander in der Fellowship untragbar.

"Ashoka’s objective, strategic, and critical analysis of our work and potential development paths have already fundamentally altered our plans for growth. Indeed, thanks to Ashoka the bar has been significantly raised: our aspirations are now global rather than local, and we’re aiming—and making good progress—towards an impact that is many hundreds of times larger than we dared imagine this time last year."
– Al Harris, Blue Ventures, UK und Madagaskar. Ashoka Fellow seit 2007

Empfehlen Sie Personen für die Ashoka Fellowship

“Als Ashoka mich im November 2006 als Fellow auswählte, hatte ich bereits fünf Jahre in Teilzeit an d er Umsetzung meiner Ziele gearbeitet. Nun erhielt ich ein Stipendium - und damit die Zeit, die ich brauchte, um unabhängig von Teilzeitjobs und Studienkrediten meine Unternehmung Lumni zu skalieren.”
– Felipe Vergara, Lumni, Colombia und USA. Ashoka Fellow seit 2006

Sie kennen jemanden, der/die ein gesellschaftliches Problem mit Unternehmergeist und einem innovativen Ansatz angeht? Wenn Sie die Auswahlkriterien lesen, denken Sie: Er/Sie müsste Teil dieser Ashoka Fellowship sein? Dann freuen wir uns von Ihnen zu hören! 

Die Ashoka Fellowship

Die Aufnahme als Ashoka Fellow ist kein Preis für Geleistes, sondern der Beginn der gemeinsamen Reise, die Wirkung der sozialen Innovation zu verbreiten und systemische Veränderungen zu bewirken. Die Mitgliedschaft im Netzwerk ist auf Lebenszeit angelegt. Ashoka ist kein klassischer Investor: Ashoka Fellows bleiben immer Kapitän*in auf ihrem eigenen Schiff. Sie behalten alle Gründerfreiheiten und die volle Verantwortung für ihre Organisation und ihre Idee. Ashoka ist aber Ermöglicher, Begleiter, Vernetzer, Türöffner, mitunter auch herausfordernder Diskussionpartner.

Im Lauf des Weges als Social Entrepreneur können Ashoka Fellows auf diverse Angebote zurückgreifen. Alle haben zum Ziel, sie dabei zu unterstützen, ihre innovativen Ideen zu verbreiten und tiefe gesellschaftliche Wirkung zu ermöglichen. Gemeinsam mit den Fellows möchte Ashoka nicht nur schwierige soziale Probleme lösen, sondern ganze gesellschaftliche Felder verändern. Dabei ist das Netzwerk weder verpflichtend noch in jeder Lebensphase für Fellows nützlich – aber es ist da, wenn sie es nutzen möchten.

Zu den Angeboten gehören (Unterschiede sind regional möglich):

  • gesteigerte Sichtbarkeit als Ashoka Fellow
  • Einbettung in ein globales Netzwerk aus Social Entrepreneurs und Entscheider*innen aller gesellschaftlichen Bereiche
  • ein bedarfsorientiertes, bis zu dreijähriges Lebenshaltungsstipendium zur Ermöglichung zeitlicher Konzentration auf die Verbreitung der sozialen Innovation
  • diverse Belgeitungsangebote; von lokalen Beratungsprojekten, Verknüpfung mit pro bono Unterstüzung bis hin zum Start gemeinsamer Initiativen

 

Fellows spiegeln uns zurück, dass die Fellowship Ihnen Identität, Gemeinschaft und ein professionelles Netzwerk gibt, um sich weiter zu entwickeln. 

“Mich erstmals als Social Entrepreneur zu verstehen, war ein riesiger Schritt für mich. Erstmals war ich nicht "zu sozial" oder "zu unternehmerisch", sondern in meiner Rolle genau richtig.  Dazu die Sicherheit zu einem Netzwerk mit Gleichgesinnten zu gehören - Kraftvoll!”
– Ximena Abogabir, Casa de la Paz, Chile. Ashoka Fellow seit 1995